Branchen im Fokus
Mehr Aufträge als Fliesenleger: Was Kunden 2026 wirklich suchen
Für eingetragene Betriebe heißt das: weniger Mitbewerber, aber Kunden, die genau wissen wollen, wen sie holen. Dieser Beitrag zeigt, wie Kunden 2026 einen Fliesenleger suchen und was ein Profil braucht, damit die Anfrage bei Ihnen landet.
Die Lage: deutlich weniger Betriebe
Nach dem Zentralverband des Deutschen Handwerks waren Ende 2025 im Handwerk Fliesen-, Platten- und Mosaikleger 48.857 Betriebe eingetragen, 3.459 weniger als Anfang des Jahres. Das ist ein Rückgang von 6,6 Prozent. 733 Neueintragungen standen 4.192 Löschungen gegenüber. Seit dem 14. Februar 2020 ist das Handwerk wieder zulassungspflichtig, Neugründungen brauchen einen Meister oder eine gleichwertige Qualifikation. Ältere Betriebe haben Bestandsschutz.
Unsere Einschätzung: Ein Teil der Löschungen dürfte kleine Betriebe aus der Zeit ohne Meisterpflicht betreffen. Belegen lässt sich das mit den veröffentlichten Zahlen nicht. Sicher ist: Das Angebot schrumpft schneller als in den meisten anderen Ausbaugewerken. Im gesamten Ausbaugewerbe lag der Rückgang bei 2,5 Prozent.
Wo die Nachfrage 2026 herkommt
Im Neubau zieht die Nachfrage an. Nach dem Statistischen Bundesamt wurden von Januar bis Juli 2026 rund 148.800 Wohnungen genehmigt, 12,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Bei Einfamilienhäusern lag das Plus bei 9,7 Prozent. Genehmigungen von heute sind die Fliesenaufträge von morgen, meist mit einigen Monaten Abstand.
Im Bestand bleibt das Bad der wichtigste Anlass. Nach der Bad-Studie der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft von 2017 war ein Bad im Schnitt fast 20 Jahre nicht renoviert. Für den Sanitärbereich beobachtet der Branchenverband VdZ nach einer Erholung 2025 Anfang 2026 allerdings wieder Zurückhaltung. Die Preise für Ausbauarbeiten lagen im Mai 2026 um 5,1 Prozent über dem Vorjahr (Destatis).
Wie Kunden einen Fliesenleger suchen
Nach einer Bitkom-Befragung von 2025 holen sich 83 Prozent der Verbraucher bei der Suche nach einem Handwerker Rat im persönlichen Gespräch. 41 Prozent schauen sich vor Ort um, 26 Prozent nutzen Firmenwebsites, 20 Prozent Online-Plattformen, 15 Prozent Bewertungen. 40 Prozent schließen einen Betrieb ohne Webpräsenz von vornherein aus. Eine Studie von Claneo aus dem Jahr 2025 zeigt, dass 65 Prozent lokale Anbieter über Suchmaschinen finden.
Laut Bitkom-Studie Handwerk von Januar 2026 haben 94 Prozent der Betriebe eine Website und 88 Prozent Einträge in Online-Verzeichnissen, aber nur 40 Prozent sind auf Bewertungsplattformen vertreten. Unsere Einschätzung: Bei Fliesen kaufen Kunden mit den Augen. Wer fertige Arbeiten zeigt, hat einen Vorsprung vor Betrieben, die nur ihren Namen listen.
Was ein Profil braucht, damit angefragt wird
Leistungen mit Namen. Badsanierung, bodengleiche Dusche, Großformat, Mosaik, Naturstein, Terrasse, Abdichtung nach DIN 18534. Wer nach „Fliesenleger Großformat“ sucht, will genau das lesen.
Preise oder Preisrahmen. Ein Richtwert wie „Verlegung Standardformat ab … je m²“ nimmt Unsicherheit und sortiert Anfragen vor.
Qualifikation. Meisterbetrieb, Eintrag in der Handwerksrolle, Erfahrung mit Abdichtungssystemen. Das sind die Punkte, nach denen Ratgeber Kunden fragen lassen.
Einsatzgebiet und Vorlauf. Orte, Umkreis in Kilometern, ungefährer Starttermin.
Fotos. Fertige Bäder, saubere Fugenbilder, Anschlüsse an Fenster und Dusche. Hier zeigt sich Handwerk.
Bewertungen und Antwortzeit: die unterschätzte Lücke
Nur 40 Prozent der Handwerksbetriebe sind auf Bewertungsplattformen vertreten, obwohl 15 Prozent der Verbraucher Bewertungen aktiv für die Auswahl nutzen (Bitkom 2025). Wer nach jedem Auftrag um eine Bewertung bittet, hebt sich ab. Bewertungen müssen echt sein, gekaufte oder selbst geschriebene sind unzulässig und schaden, sobald sie auffallen.
Für die Antwortzeit gibt es keine belastbare Studie aus dem Fliesenhandwerk. Unsere Einschätzung: Wer ein Bad plant, fragt mehrere Betriebe an und entscheidet sich oft für den, der zuerst einen Termin zum Aufmaß vorschlägt. Eine kurze Antwort am selben Tag hält die Anfrage bei Ihnen, auch wenn der Beginn erst in einigen Wochen möglich ist.
Was ein zusätzlicher Auftrag im Monat bringt
| Auftrag, mit Material | Wert je Auftrag | 12 Aufträge im Jahr | Quelle Preis |
|---|---|---|---|
| Fliesenspiegel Küche, 3 bis 5 m² | 300 bis 700 € | 3.600 bis 8.400 € | Portal 2026 |
| Küchenboden, rund 15 m² | 800 bis 2.000 € | 9.600 bis 24.000 € | Portal 2026 |
| Bad, 8 m² Boden und 20 m² Wand | 1.700 bis 4.800 € | 20.400 bis 57.600 € | Portal 2026 |
Das ist Umsatz, nicht Gewinn, und die Preise sind regional unterschiedlich, Stand 2026. Wie viele Anfragen und Aufträge über ITSBETTER entstehen, hängt von Branche, Ort und Profil ab und lässt sich nicht zusagen. Und aus einem kleinen Auftrag wird oft der Kontakt für das Bad.
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Häufige Fragen
Brauche ich als Fliesenleger überhaupt Werbung?
Wer ausgebucht ist, kaum. Mit weniger Betrieben am Markt suchen Kunden aber gezielter, und wer dann nicht zu finden ist, wird nicht angefragt.
Welche Leistungen sollte ich im Profil nennen?
Die, nach denen gesucht wird: Badsanierung, bodengleiche Dusche, Großformat, Abdichtung, Terrasse, jeweils mit Ort.
Wie viele Bilder brauche ich?
So viele, dass Kunden Ihre Arbeit einschätzen können. Lokal Plus erlaubt bis zu fünf Bilder, Lokal Premium bis zu 20.
Verlängert sich ITSBETTER Lokal automatisch?
Nein. Lokal Plus und Lokal Premium laufen zwölf Monate und enden dann von selbst.
Mehr Betriebe aus der Region zeigt die Standortübersicht.
Passend dazu: was Fliesen verlegen 2026 kostet,
woran Kunden einen guten Fliesenleger erkennen und
die wichtigsten Fragen für Kunden und Betriebe.
Zentralverband des Deutschen Handwerks, Betriebsbestand Anlage A 2025. Handwerkskammer Berlin, Meisterpflicht für zwölf Gewerke, Stand 05.04.2024. Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 18.09.2026 (Baugenehmigungen Juli 2026) und Nr. 241 vom 10.07.2026 (Baupreisindizes Mai 2026). Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft, Bad-Studie mit forsa, 2017. VdZ, Branchendaten 2026, 29.07.2026. Bitkom Research, Handwerkersuche, 12.06.2025, 1.004 Befragte. Bitkom, Digitalisierung des Handwerks, Studienbericht Januar 2026, 504 Betriebe. Claneo, State of Search 2025. Preisportale 2026 (Beispielaufträge) nur zur Orientierung. Einträge ITSBETTER live abgefragt am 27.09.2026.
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